Immer wieder stehen zur Zeit Leitern an den Obstbäumen oder es liegen Asthäufen auf den Wiesen: der Obstbaumschnitt ist im Winter eine unserer wichtigsten Arbeiten.
Der Obstbaum steht in einem sehr feinen Gleichgewichtsverhältnis mit der Umgebung und seinen Wachstumsprozessen bis hin zur Tierwelt. Beim Schneiden der Obstbäume muss man darauf achten dieses Gleichgewicht beizuhalten und dem Alter und der Form des Baumes anzupassen.
So gibt es bei der Pflanzung eines jungen Baumes einen Pflanzschnitt, der die gewählte Form geben soll. Der drei- bis sechsjährige Baum ist schon in der Baumschule durch Veredlung und Schnitt erzogen worden, bevor er dann gepflanzt wird.
Beim Hochstamm sorgt der Erziehungsschnitt anschliessend 15 bis 25 Jahre für eine Begleitung und Weiterführung der Formgebung. Dabei ist es wichtig diese Arbeit jedes Jahr zu leisten, bis der Baum erwachsen ist und ein „ Skelett „ hat, das ihm fähig macht bis zu 500 kg Obst zun tragen.
Beim erwachsenen Baum, ab 20 Jahre, kann dann ein zwei- oder dreijähriger Schnitt genügen. In dem Alter will man durch den Schnitt den Baum jung halten. Durch den sogenannten Verjüngungsschnitt versucht man immer wieder altwerdende Fruchtäste durch jüngeres, kräftiges Holz zu ersetzen. 40 bis 60 Jahre lang gibt uns der Baum seinen vollen Fruchtertrag.
Später veraltet und vergreist der Baum. Auch hier sollte man mit dem Schnitt helfen, abgestorbenes Holz zu entfernen und die brüchig gewordenen Äste so zu entlasten, dass sie noch einige Jahre weiter Früchte tragen können.
Falls auch Sie einen Obstbaum haben, den Sie gerne von uns geschnitten haben möchten, nehmen wir Ihre Anfragen gerne entgegen. Ideale Zeit für den "Winterschnitt" ist noch bis Ende März, bevor der Saftstrom wieder anschwillt.